Da sitz ich nun und webe Leinen.
Im Traume kann ich Fleisch im Leibe wähnen,
im Traum kann ich an einem Weibe lehnen.
Doch wach muß ich, solang ich lebe, weinen.

Der arme Weber
1913

6. April 1878 - 10. Juli 1934
  • Anarchismus aus dem Bauch heraus, angeregt durch Postulate und Auffassungen von Proudhon, Bakunin, Kropotkin, Landauer, Stirner und Nietzsche, getragen vom Hass auf Autoritäten und Mitgefühl mit sozial Benachteiligten

  • betont antibürgerliche, vitalistische Lebensführung

  • Kritik am Reformismus und Legalismus in der SPD

  • Ablehnung des Marxismus, Verfechter des Rätesystems (aber: im September 1919 Eintritt in die KPD aus der er allerdings schon im November wieder austrat! Ausschluss aus der Föderation kommunistischer Anarchisten Deutschlands)

  • romantisierende Hoffnungen auf eine Revolte des Subproletariats

  • beteiligt an der anarchistischen Münchner Räterepublik

  • danach mehrere Jahre in Festungshaft

  • kämpfte in der Weimarer Republik in der Roten Hilfe für die Freilassung politischer Gefangener

  • verhaftet in der Nacht des Reichstagsbrandes

  • in der Nacht vom 9. zum 10. Juli 1934

  • von der bayrischen SS-Wachmannschaft des KZ Oranienburg ermordet

seine Lebensstationen: